FAQs
- Was genau soll das Regionalmanagement leisten?
- Wie ist die genaue Wirkungsweise des Regionalmanagements neben der klassischen Wirtschaftsförderung?
- Auf welcher Grundlage arbeitet das Regionalmanagement?
- Wie finanziert sich das Regionalmanagement?
- Wo gibt es bisher noch weitere Regionalmanagementinitiativen in Oberbayern?
Was genau soll das Regionalmanagement leisten?
Im Vordergrund des Regionalmanagements steht die Projekt- und Netzwerkarbeit. Regionalmanager sind gewissermaßen die Projektmanager in der Region und für die Region. Sie gestalten die Entwicklung von Regionen und regionalen Teilräumen umsetzungsorientiert mit. Das Regionalmanagement zielt darauf ab, die vorhandenen Potenziale in den Räumen zu erkennen, optimal zu erschließen und zu nutzen.
Der Schwerpunkt des Tätigkeitsfeldes des Regionalmanagements kann von Region zu Region stark variieren da er an die Bedürfnisse des jeweiligen Raumes angepasst wird. Das Regionalmanagement versteht sich zudem als Richtungsgeber für Entwicklungen im Landkreis, die über die rein ökonomische Perspektive hinausreichen.
Wie ist die genaue Wirkungsweise des Regionalmanagements neben der klassischen Wirtschaftsförderung?
Im Rahmen der Allianz Bayern Innovativ bleibt es nach wie vor dem Freiwilligkeitsprinzip der Regionen überlassen ob sie sich für ein Regionalmanagement entscheiden oder nicht. Es wird den möglichen Adressaten in ganz Bayern als eine Option angeboten. Der Landkreis Starnberg hat diese Möglichkeit wahrgenommen, einen entsprechenden Antrag beim bayrischen Staatsministerium eingereicht und den Förderzuschlag für einen Zeitraum von drei Jahren bekommen.
Das Regionalmanagement greift den Vernetzungsgedanken systematisch auf und wird trotz seines fach- und branchenübergreifenden Ansatzes den Fokus auf die Interaktion zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und anderen möglichen Vernetzungspartnern in der Region legen. Insbesondere sollen die jeweiligen Interessenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung mit einbezogen werden. Durch die Vernetzung sollen zugleich auch regionale Beteiligungsprozesse angeregt und gefördert werden. Das Regionalmanagement fokussiert demnach noch stärker als die klassische Wirtschaftsförderung gerade diesen Vernetzungsgedanken. Folglich versteht sich das Regionalmanagement als Impulsgeber für nachhaltige Entwicklungen im Landkreis und möchte diese mit themenbezogenen Projekten vorantreiben.
Auf welcher Grundlage arbeitet das Regionalmanagement?
Grundlage für die Arbeit des Regionalmanagers ist ein Rahmenkonzept. Dieses bietet einerseits die erforderliche Orientierung, andererseits auch die notwendige Flexibilität. Das Rahmenkonzept beinhaltet eine Kurzanalyse der Ausgangssituation vor Ort, die Erarbeitung eines Handlungszielrahmens, die Nennung einer geeigneten Organisations- und Personalstruktur des Regionalmanagements, einen detaillierten Projekt-, Kosten- und Finanzierungsplan des Regionalmanagements sowie die Nennung der Vernetzungs- bzw. Netzwerkpartner (Industrie, Gewerbe, Handwerk, Verwaltungen, (Fach-)Hochschulen, Verbände, örtliche Initiativen, Leader-/Agenda-Gruppen, Interessenverbände, Kammern etc.).
Aus dem Rahmenkonzept wurde ein, auf den Landkreis Starnberg zugeschnittenes, spezifisches Handlungskonzept entwickelt, aus dem sich die Projekte des Regionalmanagement ableiten lassen. Die sechs übergeordneten Plattformen denen jeweils Projekte zugeordnet wurden, sind:
- Familienfreundlicher Landkreis – soziale Infrastruktur
- Verkehr-ÖPNV-Infrastruktur: Flächendeckende und umweltverträgliche Mobilität
- Tourismus – Kongresse – Tagungen – Gesundheit
- Forschung & Entwicklung – kreatives Milieu
- Bildung – Weiterbildung – Qualifizierung – Arbeitsmarkt
- Umwelt – Erneuerbare Energien – Nachhaltige Naturnutzung – Landwirtschaft
Wie finanziert sich das Regionalmanagement?
Bis zu 50 Prozent anfallender Kosten an Dritte für die o. g. konzeptionelle Phase sowie die Personalkosten für den Regionalmanager werden von der Landesentwicklung getragen, wenn die Projektdarstellung substantiiert ist und entsprechende Erfolge vermuten lässt. Das Regionalmanagement wird entweder mit Landes- oder EU-Mitteln unterstützt.
Die Landesmittel stammen aus den für die Allianz Bayern Innovativ zur Verfügung gestellten Privatisierungserlösen von 5 Millionen Euro und sind für einen Zeitraum von fünf Jahren eingeplant. Zusätzlich sind im operationellen Programm des Europäischen Regionalfonds (EFRE) im Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ Bayern 2007 – 2013 weitere 5 Millionen Euro an Fördermitteln vorgesehen.
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Wo gibt es bisher noch weitere Regionalmanagementinitiativen in Oberbayern?
Hier finden Sie eine Übersicht der Regionalmanagement in Oberbayern
http://www.landesentwicklung.bayern.de/landesentwicklung/bereiche/instrume/manage/initiat.htm
